Partizipation im Konzertsaal

Dieser Forschungsschwerpunkt untersucht, wie „Publikumsbeteiligung“ – also partizipatorische Elemente einer Aufführung – das (ästhetische) Erleben der einzelnen Mitglieder des Publikums beeinflussen. Die Forschung bildet einen besonders interessanten Fall der Publikumsforschung, weil bestimmte Regeln der Aufführung – im klassischen Konzert etwa die, dass das Publikum still ist, sitzt und nur minimales Feedback gibt – außer Kraft gesetzt werden.
Ein erstes Projekt war die Untersuchung der CONNECT-Konzerte, die im Herbst 2016 in drei europäischen Städten stattgefunden haben. Die beiden dafür geschriebenen Auftragswerke arbeiteten auf unterschiedliche Art und Weise mit der Beteiligung des Publikums an der Aufführung. Mittels der Erhebung ethnographischer Daten (Beobachtung und Interviews) sowie einer Fragebogenstudie in allen drei Städten suchte die Studie nach Antworten auf folgende Fragen:
•    Was bedeutet Partizipation für das jeweilige Publikum?
•    Welchen Einfluss hat die Publikumsbeteiligung auf das Erleben der Publikumsmitglieder?
•    Wie können partizipatorische Ansätze umgesetzt werden?
•    Was kann Publikumsbeteiligung erreichen (und was nicht)?
Eine erste Publikation in Kooperation mit Prof John Sloboda (Guildhall School of Music) ist bereits eingereicht worden (s. Publikationen), weitere Projekte für 2018 werden derzeit geplant.