Scheinbewegung

Bereits 1912 zeigte Max Wertheimer in seinem Aufsatz zur Gestaltpsychologie, dass zwei visuelle Formen, die direkt nacheinander an zwei verschiedenen Positionen präsentiert werden, als ein sich bewegendes Objekt wahrgenommen werden. Dieses Phänomen bezeichnet man als Scheinbewegung. Werden die beiden Formen innerhalb einer Zeitspanne von 30 und 60 ms (z.B. 40 ms) präsentiert, so ist eine Ambiguität zu beobachten. Obwohl der visuelle Reiz derselbe ist, wird er unterschiedlich wahrgenommen. Diese Studie erforscht, warum die Stimuli unter Umständen unterschiedlich wahrgenommen werden und wie diese Ambiguität der visuellen Wahrnehmung von Scheinbewegung entsteht. Dafür werden die neurophysiologischen Korrelate der Scheinbewegung anhand von MEG (Magnetoenzephalographie) auf Sensor- bzw. Netzwerkebene untersucht.