Konzertforschung

Das Konzert ist besonders in den kulturell westlichen Regionen der Welt ein sozialer Kontext des Musik-Hörens von großer und in vieler Hinsicht prägender Bedeutung. Er steht in enger historischer Verbindung zur Herausbildung der selbständigen Instrumentalmusik und zur Autonomieästhetik der Musik und hat zur Errichtung eigener Gebäude und Institutionen geführt.

Wir konzentrieren uns besonders auf das sogenannte klassische Konzert, also Live-Aufführungen, bei denen von spezialisierten Ensembles und meist in speziell dafür errichteten Räumlichkeiten v.a. westliche Kunstmusik gespielt wird, und erforschen, inwiefern dieser Rahmen das Musik-Erleben beeinflusst. Dabei interessieren uns besonders die Effekte der Merkmale, die das Konzert von anderen Formen des Musikhörens unterscheiden, nämlich sein Wesen als eine auf den aufmerksamen Genuss von Musik abzielende und soziale Form des Live-Hörens von Musik.

Ein Teil der Forschungen findet vor Ort im ArtLab oder in Konzerthäusern statt. Zugleich sind wir Teil eines internationalen Teams, das unter dem Titel Experimental Concert Research ein von der Volkswagen Stiftung gefördertes und auf 3 Jahre angelegtes Forschungsvorhaben durchführt.

Lead-PI 

Martin Tröndle (Friedrichshafen)

PIs 

Hauke Egermann (York), Wolfgang Tschacher (Bern), Folkert Uhde (Berlin), Melanie Wald-Fuhrmann (MPIEA)

Weitere Forschungspartner 

Christoph Seibert (Hochschule für Musik Karlsruhe / Institut für Musikinformatik und Musikwissenschaft), Jutta Toelle (Gustav Mahler Privatuniversität für Musik, Klagenfurt)

Publikationen 

Seibert, Ch., Toelle J., & Wald-Fuhrmann, M. (2018). Live und interaktiv: ästhetisches Erleben im Konzert als Gegenstand empirischer Forschung. In: Martin Tröndle (Hrsg.): Das Konzert. Neue Aufführungskonzepte für eine klassische Form. Dritte, erweiterte Auflage.
 

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