Die Fiktion des Globalen Künstlerischen Universums

Das Feld künstlerischer Praxis ist unübersichtlich geworden. Die „Künste“ verlieren ihre klare inhaltliche Bestimmung, Übergänge und Hybridisierungen sind an der Tagesordnung, aber die institutionelle Bindungskraft der einzelnen Disziplinen ist immer noch groß. Weder der allgemeine Begriff der Kunst im Singular noch derjenige der Künste im Plural ist gut geeignet, eine solche Situation zu beschreiben.

Das Projekt erarbeitet eine neue Weise, die künstlerische Produktion der Gegenwart aufzuarbeiten, und setzt dafür auf die Begriffe des Materials und des Ortes. Material ist hier eine Kategorie der Praxis und der kritischen Reflexion und bezieht sich auf die Weise, wie jede künstlerische Arbeit sich auf andere bezieht, die ihr vorausgegangen sind; Ort benennt die Situierung in geographischer, geopolitischer, institutioneller und konkret architektonischer Hinsicht und im Hinblick auf die künstlerischen Disziplinen.

Nach der Formulierung dieser begrifflichen Matrix wird diese in vier exemplarischen Felder erprobt: der Institutionenkritik, der Einführung von Scores in andere Felder als der Musik, den Spartenwechseln einzelner Künstlerinnen und Künstler und der Etablierung scheinbar universaler Orte künstlerischer Präsentation.

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