Let’s Get Lost at Klassik Island
Während der COVID-19 Pandemie hat die Kammerphilharmonie Frankfurt mit kleinen Ensembles den öffentlichen Raum in Konzertorte verwandelt. Nun soll dies in voller Besetzung geschehen. Unter dem Titel Let's Get Lost at Klassik Island wird das Ensemble an drei Pop-Up-Konzertorten je zweimal ein 60-minütiges Programm spielen, u. A. mit Werken von George Gershwin und Florence Price.
Am Ende dürfen Zuhörende selbst als Dirigent:in auf die Bühne kommen und für eine Zugabe Teil des Ensembles zu werden. Da Gemeinschaft und Austausch prägende Aspekte der Ensemble-Arbeit in den letzten zwei Jahren waren, wird es in den Pausen auch Raum für Gespräche zwischen Publikum und Musiker:innen geben.
An einem vierten Konzerttag startet die Kammerphilharmonie in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik ein Experiment: Dem Livekonzert wird sein eigener Livestream gegenübergestellt. So kann das Publikum während des laufenden Konzertes zwischen den beiden Situationen wechseln, den Unterschied erfühlen und reflektieren.
Um die Ergebnisse des Experiments greifbar zu machen, sollen drei Forschungsmethoden zum Einsatz kommen: Mit Interviews, Fragebögen und Videos wollen die Veranstalter:innen gemeinsam mit dem Publikum den Unterschied und die Qualitäten von Stream und Live-Event erörtern.
Mit Let's Get Lost at Klassik Island wagt die Kammerphilharmonie den Versuch, sonst als Transitorte genutzte Räume in eine andere Welt zu verwandeln. Eine Szenographin wird die Musik um Elemente der theatralen Bühnengestaltung ergänzen und Tänzerinnen sollen den körperlichen Aspekt in das Programm einbringen.
Der Eintritt ist bei allen Konzerten frei, Spenden werden erbeten.
Termine
Do, 08.09.2022 | 17.00 Uhr, 19.00 Uhr
Gateway Gardens, b’mine, Frankfurt am Main
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Fr, 09.09.2022 | 17.30 Uhr, 20.00 Uhr
Hauptwache, Frankfurt am Main
im Rahmen von Wohnzimmer Hauptwache 2022 des Deutschen Architekturmuseums
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So, 11.09.2022 | 18.00 Uhr, 20.00 Uhr
Café KoZ und Festsaal, Goethe-Universität Campus Bockenheim, Frankfurt am Main
Experiment in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik
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Fr, 16.09.2022 | 16.00 Uhr, 17.30 Uhr
NordWestZentrum, Frankfurt am Main
Programm
George Gershwin
„An American in Paris" (1928), choreografiert von Gal Fefferman
„I got Rhythm” aus Girl Crazy (1930)
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Florence B. Price
„Adoration" (1951)
„Juba Dance - Allegro", aus: Symphony No. 3 C-minor, 3. Satz (1932), Arr. M. Höller
„Somebody's Knockin' At Yo' Do'", aus Negro Folksongs in Counterpoint, Nr. 2 (1951)
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Leslie Bricusse/Nina Simone
„Feeling good" (1964/65), arr. von Markus Höller
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Jessie Montgomery
„Strum" (2006)
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Kaye-Ree
„Growth" (2021)
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Undine Smith Moore
„Andante – Nobody knows", aus Afro-American Suite (1969)
Beteiligte
25 Musiker:innen der Kammerphilharmonie Frankfurt
Konzept und Projektleitung – Nicola Vock
Musikalische Leitung – Nicolai Bernstein
Kommunikation – Kerstin Adineh, Hanna Bruchholz
Choreographie – Gal Fefferman
Szenographie – Maylin Habig
Gesang – Kaye-Ree (8., 9., 11.9.), Sophie Wenzel (16.9.)
Tanz – Evie Poaros, Madeline Ferricks-Rosevear
Forschung – Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik
Wissenschaftliche Ansprechpartnerinnen:
Melanie Wald-Fuhrmann
Julia Merrill
Kontakt Kammerphilharmonie Frankfurt: