Timing-Patterns:
Welche rhythmischen Nuancen in verschiedenen Musikkulturen ästhetisch bedeutsam sind

Dieses Teilprojekt untersucht die Wahrnehmung und ästhetische Bewertung von Mikrotiming-Patterns (die subtile Verlängerung oder Verkürzung bestimmter Notendauern), welche die Spielweise musikalischer Rhythmen kennzeichnen. Während solchen Mustern in den Musikwissenschaften große Bedeutung für die Rhythmizität und ästhetische Attraktivität von Musik beigemessen wird, sprechen empirische Befunde jüngerer musikpsychologischer Studien für eine eher geringe (oder gar sehr geringe) Rolle. Das Projekt erhebt Daten in Westafrika, Südamerika und Mitteleuropa, wo jeweils mit verschiedenen (sub)kulturellen Gruppen Experimente zu mehreren afrikanisch-diasporischen Musikstilen durchgeführt werden.

 

Publikationen

Neuhoff, H., Polak, R., & Fischinger, T. (2017). Perception and Evaluation of Timing Patterns in Drum Ensemble Music from Mali. Music Perception, 34(4), 438–451. DOI: 10.1525/mp.2017.34.4.438

 

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