Lyrische Sprachmelodie

Dichter sind seit der Antike vielfach als "Sänger" bezeichnet worden. Das romantische Verständnis des Gedichts als "Lied" hat Analogien mit der Musik auch für die Moderne traditionsbildend gemacht. Unser Projekt untersucht, inwiefern die Analogie von sprachlichem und genuin musikalischem "Lied" über die Dimensionen von Rhythmus und Takt hinaus auch eine melodische Dimension hat. Gewiss hat jeder Satz eine durch die Gesetze der jeweiligen Sprache bedingte prosodische Sprachmelodie. Die Hypothese einer musikalischen Kontur lyrischer Sprachprosodie geht aber darüber weit hinaus. Sie behauptet, dass gewöhnliche und lyrische Sprachmelodie unterschiedlich sensitiv für genuin musikalische Melodiemaße sein sollten. Diese Hypothese testen wir mittels der gezielten Modifikation der poetischen Diktion ausgewählter Gedichte und der Anwendung etablierter Maße für musikalische Melodien auf die originalen Gedichte sowie die depoetisierten Versionen.

Mitarbeiter/in

Dr. Christine A. Knoop

Sprache und Literatur

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Dr. Eugen Wassiliwizky

Sprache und Literatur

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Prof. Dr. Mathias Scharinger

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Dr. Valentin Wagner

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Prof. Dr. Winfried Menninghaus

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