01. April 2024

INHABIT #11 // Clara Jo

Clara Jo

@Aisling Mccoy

April – Juli 2024

Clara Jo ist eine US-amerikanische Künstlerin und Filmemacherin, die in Berlin lebt und arbeitet. Ihre künstlerischen Projekte entstehen oft in interdisziplinären Kontexten und Kooperationen im Bereich der Wissenschaft.

In ihren Arbeiten setzt sie Film, Fotografie und Installation ein, um das sozio-politische Verständnis der Welt auf eine Art und Weise neu zu verhandeln, die die Sinne verschränkt. Sie interessiert sich dafür, wie geologische Narben als Gefäße des kulturellen Gedächtnisses im Laufe der Zeit Zeugnis von Überzeugungen und Vorurteilen im Zusammenhang mit Krisen, politischen Grenzen und ökologischen Katastrophen ablegen. Sie spielt dabei mit spekulativen Erzählungen, die von allegorischen Protagonisten vorgetragen werden, um durch deren materielle Abdrücke und tiefe Auslöschungen alternative Lesarten des Terrains anzubieten. Entscheidend ist Jo, wie diese Geschichten in Krisenmomenten in kollektive Imaginationen und Fiktionen einfließen. Als Teil der Residenz erforscht Jo's Projekt die Befragung wissenschaftlicher Daten als "Stimme", um verborgene Meta-Narrative aufzudecken. Dieses recherchebasierte Film- und Soundprojekt erforscht das Erbe des Kolonialismus und der ökologischen Ungerechtigkeit durch Stimme und Erzählung. Die Beschäftigung mit Archiven ist ein wichtiger Teil ihrer Praxis, um verschüttete oder ausgelöschte Erzählungen aus kolonialen Kontexten aufzudecken und zu verarbeiten. 

Biographie

Clara Jo erwarb einen BA in Fotografie am Bard College, New York und absolvierte ihren Meisterschüler am Institut für Raumexperimente an der Universität der Künste, Berlin. Ihre Arbeiten wurden international ausgestellt und in Screenings gezeigt, u.a. im Gropius Bau, Berlin; Centre Pompidou, Paris; Jeu de Paume, Paris; De La Warr Pavilion, Bexhill On Sea; ARKO Art Center, Seoul; Spike Island, Bristol; Hamburger Bahnhof, Berlin; Edith-Russ-Haus für Medienkunst, Oldenburg. Zuvor hatte sie Stipendien und Aufenthalte bei Art Explora, Paris; Akademie Schloss Solitude, Stuttgart; das Smithsonian Artist Research Fellowship, USA.


 

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