01. Februar 2020

INHABIT #2 // Lea Letzel

Lea Letzel

Foto: Frederike Wetzels

Februar – Mai 2020

Lea Letzel ist Künstlerin, Regisseurin und Pyrotechnikerin, die in Köln und Reykjavik lebt und arbeitet. In ihrer künstlerischen Praxis entwickelt sie interdisziplinäre szenische und performative Arbeiten an der Schnittstelle von Klang und Musik, Medienkunst, Tanz und Raum.

Im Zentrum steht dabei das Konzertformat und die Auseinandersetzung mit Fragen nach den Bedingungen und Konventionen von Aufführungssituationen. Die Positionierung ihrer Performances und Installationen außerhalb festgeschriebener Genregrenzen zeigt sich auch durch die Produktion und Aufführung ihrer Werke in verschiedenen Foren zwischen White Cube, Black Box und im Kontext der Neuen Musik. Ebenso vielseitig ist ihr visuelles und akustisches Material, das sich zwischen pyrotechnischen Elementen und der Geräuschkulisse einer Skatehalle bewegt. Zuletzt war sie als Stipendiatin des Goethe-Instituts in die Villa Kamogawa in Kyoto eingeladen, um sich dort mit japanischer Pyrotechnik auseinanderzusetzen.

Während ihrer Residency am Max-Planck-Institut wird sie an einem Projekt weiterarbeiten, das sich mit der Feuerwerksnotation des japanischen Chemikers und Feuerwerkers Takeo Shimizu beschäftigt. Um 1965 entwickelte er ein Notationssystem für Feuerwerkskörper, das auf konventioneller Musiknotation basiert. Ausgehend davon wird sie sich mit der Idee der Notation als ein vielschichtiges System zwischen Handlungsanweisung, Aufführungstext und choreographischer Anleitung auseinandersetzen. In diesem Zusammenhang wird auch die Hierarchie zwischen Musik und Feuerwerk aufgegriffen und deren klangliches Potential mit der Frage der Gleichwertigkeit zur Visualität untersucht. Für das Projekt wird Letzel mit Wissenschaftler*innen aus den unterschiedlichen Fachbereichen zusammenarbeiten, u.a. mit der Musikethnolgin Dr. Lara Pearson.

Biografie

Lea Letzel studierte am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen und an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Seit 2015 ist auch als Pyrotechnikerin ausgebildet. Sie hat an internationalen Ausstellungen sowie an Performances im Witte de With, Rotterdam; Maschinenhaus Essen; Theater Duisburg; Philharmonie Duisburg; Bundeskunsthalle Bonn; Bonner Gesellschaft für Kunst und Gestaltung, Bonn; FrankfurtLAB, Frankfurt am Main; Acht Brücken Festival, Köln; Edit- Russ- Haus für Medienkunst, Oldenburg; PACT Zollverein, Essen teilgenommen.


 

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