01. März 2021

INHABIT #4 // Céline Berger

Céline Berger

Foto: Stefan Hoffmann

März – Mai 2021

Céline Berger ist eine französische Künstlerin und Filmemacherin, deren Arbeit sich mit den Sprach- und Bildwelten des täglichen Berufslebens in unterschiedlichen Arbeitskontexten auseinandersetzt. Im Zentrum ihres künstlerischen Schaffens steht die Untersuchung der spezifischen Abläufe, Gesten und Verhaltensmuster, die den Arbeitsalltag in Unternehmensstrukturen charakterisieren. Ihre filmischen und installativen Arbeiten werfen dabei einen kritischen Blick auf die Räume und Architekturen, in denen Arbeitsabläufe stattfinden.

Die Bedeutung von Begriffen wie Effizienz und Effektivität in den Arbeitskontexten von Mitarbeitern, Manager*innen, Trainer*innen, oder Coaches, ist ein fortlaufender Untersuchungsgegenstand ihrer Arbeiten. Für die Residence wird sie ihren Blick konkret auf die Beschreibungsinstrumente, Zahlen und Grafiken richten, die spezifisch am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik in Studien, Experimenten und Versuchsanordnungen eingesetzt werden. Ausgehend von ihrem Hintergrund als Ingenieurin und Künstlerin interessiert sie sich für die ästhetische Erfahrung, die mit Quantifizierungsmethoden, mit der Verwendung und Darstellung von Zahlen und Grafiken, verbunden ist. Die kritische Befragung der quantifizierten Bewertung der ästhetischen Wirkung eines Kunstwerkes und die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Studien und deren Quantifizierungsmethoden und -vorgängen stellt sie ins Zentrum ihrer Residence. Aus der Materialrecherche, den Gesprächen und Erfahrungen der Kooperationen mit den WIssenschaftler*innen wird Céline Berger einen experimentellen Kurzfilm entwickeln.

Biografie

Céline Berger studierte zunächst Physik und Materialwissenschaften und war war von 1997 bis 2008 für verschiedene internationale Mikroelektronik-Unternehmen als Produktions- und Projektingenieurin tätig. 2012 absolvierte sie ein Postgraduales Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln und war von 2012/2013 Residentin an der Rijksakademie in Amsterdam. 2012 erhielt sie den Nam June Paik Förderpreis. Ihre künstlerischen Arbeiten wurden in internationalen Ausstellungen gezeigt, u.a. bei Karlin studio, Prag; Museum Haus Lange, Krefeld; Stedelijk Museum Bureau, Amsterdam;  Beursschouwburg, Brüssel; Bundeskunsthalle, Bonn; UCLA New Wight Biennial, Los Angeles; Generali Deutschland Holding AG, Köln.


 

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