01. Februar 2022

INHABIT #6 // Syowia Kyambi

Syowia Kyambi

Foto: Liz Hickok

Februar – April 2022

Syowia Kyambi ist eine deutsch-kenianische Künstlerin, die sich mit Fragen des Geschlechts, der Erinnerung und Identität im Kontext von kolonialer Geschichte und kulturellen Machtstrukturen beschäftigt.

Ihre Arbeiten untersuchen wie die Gegenwart von historischen Konstruktionen und Erzählungen beeinflusst wird und wie die Vergangenheit Vorstellungen und Ideen von der Zukunft formt. Fragen danach, was erinnert und archiviert wird und welche Erzählungen von Objekten, Körpern und Geschichten dominieren, ist Ausgangspunkt für ihre künstlerische Praxis und Ansatz alternative Erzählungen einer normativen Geschichtsschreibung entgegenzusetzen. Die performative Ebene ihrer Installationen ist daher ein Kernelement, um die Konstruktion des Selbst im Kontext einer postkolonialen Erfahrungswelt mit dem Körper zu verhandeln. Für die Residence wird sie sich mit kollektiver Erinnerung im öffentlichen Raum und Archiven in Frankfurt beschäftigen und an einer performativen Installation arbeiten. Damit verknüpft interessiert sie die Frage nach der körperlichen Reaktion des Publikums auf ihre (ortsspezifischen) Performances im Zusammenhang mit kollektiver Erinnerung.

Biografie

Syowia Kyambi studierte an der School of the Art Institute of Chicago (2002) und erwarb einen MFA vom Transart Institute (2020). Sie war Stipendiatin des Centre for Art Design & Social Research (Zyklus 2018-2020), des UniArts Helsinki Fellowship (2018), des Smithsonian Artist Research Fellowship (2017) und des Art in Global Health Stipendiums des Wellcome Trust Fund in Großbritannien (2013). Zu ihren Künstlerresidenzen gehören PRAKSIS, Norwegen (2019), CAD+SR Italien & Mexiko (2018), HIAP, Finnland (2018), Delfina Foundation, Großbritannien (2016) und IASPIS, Schweden (2013). Ihre künstlerischen Arbeiten wurden in internationalen Ausstellungen gezeigt, u.a. Dakar Biennale, Dakar; MARKK Museum, Hamburg; Ostrale Centre for Contemporary Art, Dresden; National Gallery of Zimbabwe, Harare; Nairobi National Museum, Nairobi; EVA International Biennale, Limerick; WIELS Contemporary Art Centre, Brüssel; The Swedish Centre for Architecture and Design, Stockholm und Konsthalle Lund, Lund.


 

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