Dr. Christoph Seibert

Forschungsschwerpunkte

Im Sinne einer transdisziplinären Musikforschung setze ich verschiedenste Perspektiven und Methoden zueinander in Beziehung und versuche dabei insbesondere Schnittstellen zwischen theoretischen und empirischen Ansätzen zu untersuchen und auszuformulieren. Aktuell beschäftige ich mich mit der Verwendung von Musik als Stimulus in der empirischen Forschungspraxis, Musik und Affektivität sowie mit situierten Ansätzen zum ästhetischen Musikerleben. Zudem unterstützte ich die Planung und Durchführung von Forschungsprojekten hinsichtlich audio- und videotechnischer Fragestellungen.

Vita

Ausbildung

2014Promotion zum Dr. phil. (summa cum laude) an der Hochschule für Musik Karlsruhe mit dem Thema „Musik und Affektivität. Systemtheoretische Perspektiven für eine transdisziplinäre Musikforschung”.
2001-2007Studium der Ton und Bildtechnik an der Robert-Schumann-Hochschule und FH Düsseldorf, Abschluss: Dipl.-Ing. Ton- und Bildtechnik (FH)
1999-2001Studium der Musikwissenschaft an der Universität Heidelberg

Werdegang

Seit 11/2013Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik, Frankfurt/Main
2010-2013Lehrbeauftragter am Institut für Musikwissenschaft und Musikinformatik, Hochschule für Musik Karlsruhe
2007-2010Wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Lehrverpflichtung am Institut für Musikwissenschaft und Musikinformatik, Hochschule für Musik Karlsruhe

Publikationen

Veröffentlichungen:

Seibert, C. (im Druck): Situated approaches to musical experience. In: D. Clarke, E. F. Clarke, and R. Herbert (Hrsg.): Music and Consciousness 2. Oxford: Oxford University Press.

Seibert, C., Toelle J., & Wald-Fuhrmann, M. (im Druck). Live und interaktiv: ästhetisches Erleben im Konzert als Gegenstand empirischer Forschung. In: Martin Tröndle (Hrsg.): Das Konzert. Neue Aufführungskonzepte für eine klassische Form. Dritte, vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Bielefeld: Transcript.

Seibert, C. (2016) Musik und Affektivität: Systemtheoretische Perspektiven für eine transdisziplinäre Musikforschung. Weilerswist: Velbrück Wissenschaft.

Seibert, C. and Troge, T. A. (2010). Music as Space of Possibility. In S. M. Demorest, S. J. Morisson & P. S. Campbell (Eds.), Proceedings of the 11th International Conference on Music Perception and Cognition (pp. 720-725). Seattle, USA: University of Washington.

Konferenzbeiträge (Auswahl):

„Nonverbale Synchronie und Musik-Erleben im klassischen Konzert“
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie, 15.-17. September 2017, Universität Hamburg

„Situated aspects of joint music performance in a longitudinal field study“
ESCOM – European Society for the Cognitive Sciences of Music, 31. Juli-4. August 2017, Universität Ghent

„Situated aspects of musical practice: a framework and a field study“
20th Quinquennial Congress of the International Musicological Society, 19.-23. März 2017, Tokyo University of the Arts

„Affective Intentionality of Musical Feelings“
ICME4 – 4th International Conference on Music and Emotion, 12.-16. Oktober 2015, Université de Geneve 

„Ästhetische Erfahrung von Musik in Experimentalsituationen“
GAP.9 – 9. Int. Kongress der Gesellschaft für analytische Philosophie,14.-17. September 2015, Universität Osnabrück

„Music(al Experience) Beyond Brain and Body? Situated Approaches to Musical Experience“
2nd International Conference on Music and Consciousness, 14.-17. April 2015, University of Oxford

„Musik als Möglichkeit: Systemtheoretische Perspektiven für eine transdisziplinäre Musikforschung“
Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung, 17.-20. September 2014, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

„Towards a Situated Aesthetics of Music: Contextualizing Embodiment Theoretically“
5th International Symposium on Music/Sonic Art: Practices and Theories, 26.-29. Juni 2014, Hochschule für Musik Karlsruhe

„Affective Structural Coupling and Situated Affectivity in Complex Musical Emotions“
3rd International Conference on Music and Emotion, 11.-15. Juni 2013, University of Jyväskylä

Auszeichnungen & Stipendien

Stipendien

2004Stipendium der Kunststiftung NRW im Rahmen der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA)
2010-2013Promotionsstipendium nach dem Landesgraduiertenförderungsgesetz

Projekte

  • Musik als Stimulus

    Musikalische Stimuli bewegen sich an der Schnittstelle von Ästhetik und Empirie. Denn durch sie wird Musik als ästhetisches Objekt in einen empirischen Forschungskontext eingebracht, in dem Problemstellungen behandelt werden, die wiederum auch von ...

  • Situierte Ansätze zum ästhetischen Musik-Erleben

    In den letzten Jahren wurden innerhalb der Kognitionswissenschaft mehrere Ansätze entwickelt, die sich von der Vorstellung einer ausschließlichen Verortung kognitiver Prozesse im Gehirn lösen. So wurde vorgeschlagen, Kognition als körperlich ...

  • SAMPLE - Situierte Aspekte musikalischer Praxis in einer Längsschnittstudie

    In jüngster Zeit wurden Forschungen zum gemeinsamen Musizieren aus der Perspektive situierter Ansätze durchgeführt, die traditionelle kognitivistische Sichtweisen kritisieren. Dabei wurde insbesondere die Bedeutung präreflektiver, dynamischer und ...

  • SAME – Situierte Aspekte des Musik-Erlebens

    In einer Reihe von Konzerten werden Dimensionen des Musik-Erlebens der Publikumsmitglieder erforscht. Hierzu werden von Zuhörern, die eine unterschiedliche Hörerfahrung in Bezug auf die jeweils dargebotene Musik mitbringen, Selbstauskünfte und ...