Empirische Ästhetik als Forschungsdisziplin
Die empirische Ästhetik ist ein vergleichsweise junges Forschungsgebiet innerhalb der Kognitionswissenschaften. Ihre Wurzeln reichen zwar bis ins 19. Jahrhundert zurück, doch erst in den letzten Jahrzehnten hat sie durch technologische Fortschritte – insbesondere in der Neurobildgebung – erheblich an Dynamik gewonnen. Diese neuen Methoden erlauben es, ästhetische Erleben präziser als je zuvor zu untersuchen.
In unserer Forschung setzen wir uns sowohl mit den theoretischen Grundlagen als auch mit den methodischen Ansätzen und zentralen Erkenntnissen dieser Disziplin auseinander. Wir analysieren, ob und inwiefern sich grundlegende ästhetische Konzepte experimentell erfassen lassen. So untersuchen wir beispielsweise das Konzept der ästhetischen Haltung – die Idee, dass Menschen gezielt in einen besonderen Wahrnehmungsmodus eintauchen oder von ästhetischen Reizen in diesen hineingezogen werden können. Ebenso erforschen wir, ob sich verschiedene ästhetische Qualitäten – etwa Eleganz, Kitsch oder das Erhabene – nicht nur theoretisch unterscheiden, sondern auch empirisch messen und voneinander abgrenzen lassen. Damit prüfen wir, inwiefern diese seit langem diskutierten Konzepte empirisch belegbar sind.
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