Evolutionsästhetik

In diesem Projekt erforschen wir – sowohl theoretisch als auch experimentell –, wie tief verwurzelte evolutionäre Prinzipien unsere ästhetische Wahrnehmung, unser Sozialverhalten, unsere Beziehung zu den Künsten, unsere Wertschätzung der Natur und die Art und Weise, wie wir unsere alltägliche Umgebung erleben, geformt haben. Wir gehen der Frage nach, warum bestimmte Muster, Formen und Reize universell als ansprechend empfunden werden und wie diese Vorlieben über Jahrtausende hinweg durch evolutionäre Anpassungsprozesse entstanden sind.

So bevorzugen Menschen beispielsweise durchschnittliche Gesichter, fruchtbare Landschaften oder harmonische Rhythmen in der Musik – Merkmale, die einst Hinweise auf Gesundheit, Überlebensvorteile oder soziale Bindung gaben. Durch die Verbindung von Erkenntnissen aus Psychologie, Neurowissenschaften und Evolutionstheorie wollen wir die tief liegenden Mechanismen der ästhetischen Erfahrung entschlüsseln und ihren Einfluss auf unser heutiges Leben verstehen.