17. Juni 2019

Empirische Ästhetik in Japan

Empirische Ästhetik in Japan

Der Meiji-Schrein in Tokio

Unter dem Titel „Neuronale Geisteswissenschaften und empirische Ästhetik“ fand vom 18.-19. Mai 2019 an der Universität Tokio ein internationales Symposium im Format eines „Humboldt-Kollegs“ statt. Es inaugurierte einen deutsch-japanischen Dialog zur empirischen Ästhetik, der auf Fortsetzung angelegt ist.


Dr. Yasuhiro Sakamoto aus der Abteilung Sprache und Literatur erhielt gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Dr. Jun Tanaka von der Universität Tokio ein Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung. Mit dem Fördergeld realisierten sie das internationale Symposium, an dem insgesamt 130 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus mehr als 20 wissenschaftlichen Disziplinen vertreten waren. Neben Sakamoto gehörten auch Prof. Dr. Winfried Menninghaus und Dr. Eugen Wassiliwizky aus der Abteilung Sprache und Literatur und Dr. Alessandro Tavano aus der Abteilung Neurowissenschaften zu den Rednern des Humboldt-Kollegs.
 

Warum Japan?

In Japan besteht ein großes Interesse an der gegenwärtigen interdisziplinären Entwicklung der deutschen Wissenschaftstradition. Bislang war empirische Ästhetik in Japan wenig bekannt. Die Präsentation des Faches und seiner Geschichte seit Fechner und insbesondere die Berichte über unsere Studien wurden mit großem Interesse aufgenommen und lebhaft diskutiert. Japanische Vertreter vor allem aus den Geisteswissenschaften erfragten insbesondere auch strukturelle  Grenzen der empirischen verglichen mit philosophischen und phänomenologischen Herangehensweisen. Die fruchtbaren Diskussionen zwischen Vertretern der empirischen Ästhetik und Geisteswissenschaftlern sollen in naher Zukunft fortgesetzt werden. 

 

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