INHABITING basis

COVID-19 bedingt abgesagt

Aufgrund der steigenden Zahl der Coronavirus-Infektionen kann die Ausstellung INHABITING basis leider aktuell nicht öffentlich zugänglich gemacht werden.

Auf dieser Seite werden Sie aber ab nächster Woche das Ausstellungs-Booklet sowie digitale Dokumentationen der künstlerischen Arbeiten finden.

Die Online-Tagung Artistic Knowledge and the Sonic, welche begleitend zur Ausstellung konzipiert wurde, wird wie geplant am 7. November von 11 - 17 Uhr stattfinden. Zur Anmeldung bitten wir Sie, sich hier zu registrieren.

 

Über die geplante Ausstellung:

Mit INHABITING basis kooperiert das Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik für ein gemeinsames Ausstellungsprojekt mit basis e.V.. Ausgangspunkt ist das Artist-in-Residence-Programm INHABIT, das 2019 am Max-Planck-Institut in Frankfurt gegründet wurde. In diesem Rahmen arbeiten pro Jahr drei Gastkünstler*innen unterschiedlicher künstlerischer Disziplinen für drei Monate im Dialog und Austausch mit Wissenschaftler*innen des Forschungsinstituts. Die Ausstellung der ersten Ausgabe von INHABIT mit den Künstler*innen Lea Letzel, Pedro Oliveira und Alexander Tillegreen wird ihre künstlerischen Arbeiten zeigen, die während der Residencies entstanden sind. Alle drei künstlerischen Positionen setzen sich inhaltlich und konzeptionell mit dem Thema Klang auseinander, gehen dabei aber sehr verschieden vor. Sie sind Ausdruck verschiedenartiger Zugänge auf das wissenschaftliche Umfeld und wurden nicht zuletzt durch Begegnungen, Dialoge und Kooperationen informiert. 

 

Lea Letzel

Lea Letzel wird sich in einer performativen Klanginstallation unter Verwendung des Mediums der Pyrotechnik mit Notationen und deren visuellen und auditiven Choreographie im Raum beschäftigen. Ausgangspunkt ist die Auseinandersetzung mit der Hanabi-Fu-Notation des Chemikers und Feuerwerkers Takeo Shimizu, die sie während eines Stipendiums in Japan entdeckte. Letzels Residency am Max-Planck-Institut stand im Zeichen der Erforschung dieser Notation, ihrer Voraussetzungen und Möglichkeiten. Zusammen mit Akiko Ahrendt (Violine) und Florian Zwißler (analoge Synthesizer) hat sie die Feuerwerkspartitur Hanabi - Fu als Performance arrangiert und wird diese an zwei Abenden in der Ausstellung aufführen.

Hanabi-Fu

Lea Letzel mit Akiko Ahrendt (Geige) und Florian Zwißler (analoge Synthesizer)
05.11.2020 // 18.30–19.30 Uhr
19.11.2020 // 18.30–19.30 Uhr

 

Pedro Oliveira

Pedro Oliveira setzt sich mit einer installativen Sound- und Videoarbeit mit der Nutzung von Akzenterkennungssoftware bei europäischen Asyl-Prozessen auseinander und untersucht Klang auf seine politische Dimension und seine inhärenten Machtstrukturen. Im Zentrum seiner Arbeit steht die menschliche Stimme und die Frage nach der Materialität von Soundarchiven im Bereich der poitischen Überwachung. Die Frage wie maschinelles Zuhören als ein gewalttätiges und entmenschlichendes Mittel instrumentalisiert werden kann, wenn es in Asylverfahren eingebettet ist, war Arbeitsschwerpunkt seiner Residence und ist für die Ausstellung in eine poetische Erzählung übersetzt worden. Ergänzend dazu zeigt Oliveira eine Serie an Zeichnungen, die sich als visuelle Reflexion mit akustischen biometrischen Technologien auseinandersetzt.

 

Alexander Tillegreen

Im Zentrum von Alexander Tillegreens Arbeit steht eine immersive Sound-Installation, die sich mit Psychoakustik und der Wahrnehmung von Sprache auseinandersetzt. Ausgehend von einem Phänomen aus der Psychologie, sogenannten “Phantom Words”, schafft Tillegreen einen Hörraum, in dem jede/r Hörende mit auditiven Illusionen konfrontiert wird und unterschiedliche Wörter und Wortgebilde wahrnimmt. Das Material der Komposition und dessen künstlerische Bearbeitung wurde in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts und durch ein fortlaufendes wissenschaftliches Experiment zu akustischen Illusionen weiterentwickelt. Zusätzlich zeigt Tillegreen skulpturale Arbeiten und eine Reihe von Druckgrafiken, die als visuelle Reflexionen verschiedener Modi und Zustände im Zusammenhang mit Klang und Hören fungieren. Die Kombination dieser Werke stellt seine fortwährende Untersuchung der Verbindungen zwischen dem Visuellen, Skulpturalen und dem Auditiven dar.