Neuronale Codes der Intelligenz
Menschliche Intelligenz umfasst Eigenschaften, die im Vergleich zu anderen Spezies oder künstlicher Intelligenz außergewöhnlich scheinen. Ein Markenzeichen menschlicher Intelligenz ist die Fähigkeit, schnell von unvollständiger oder doppeldeutiger Information in der Umwelt zu lernen und Schlussfolgerungen zu treffen, die über direkt Erlebtes hinausgehen. Insbesondere können Menschen abstrakte Zusammenhänge vergleichen und somit Wissen aus einem Bereich in einem anderen Gebiet anwenden – ein Schlüssel zu kreativen Lösungen und wissenschaftlichem Fortschritt.
Ab sofort beschäftigt sich die neue Minerva-Forschungsgruppe Neuronale Codes der Intelligenz unter Leitung von Stephanie Theves mit der Frage nach den Verarbeitungsprinzipien des menschlichen Gehirns, die dieser Schlussfolgerungsfähigkeit zugrunde liegen. Theves hat zuvor am Donders Institute in Nijmegen und am Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften zu diesen und verwandten Thematiken geforscht.
„Ziel unserer Arbeit ist es, Einblicke in die neuronalen Verarbeitungsprinzipien zu gewinnen, die zentralen Aspekten menschlicher Intelligenz unterliegen. Dabei interessiert uns insbesondere, wie das Gehirn konzeptionelles Wissen über verschiedene Erfahrungen hinweg extrahiert und repräsentiert, und wie diese Repräsentationen zum Lernen, Schlussfolgern und Lösen neuer Probleme genutzt werden“, erklärt Theves.
In seiner Forschung kombiniert das Minerva-Team Verhaltensparadigmen und nicht-invasive bildgebende Verfahren wie die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT), um somit ein besseres Verständnis davon zu erlangen, wie Informationsverarbeitung im menschlichen Gehirn intelligentes Verhalten unterstützt und kognitive Fähigkeiten prägt.
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