18. Januar 2017

Poetische Parallelismen sind generelle Emotionsverstärker

(c) Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik

Alliteration, Anapher, Metrum, Reim usw. sind als Wiederholungsmuster („Parallelismen“) poetischer Sprache gut bekannt. Frühere empirische Forschungen haben gezeigt, dass sie lustvolle prosodische fluency-Effekte (perzeptuelle „Eingängigkeit“) bewirken, aber auch das Verstehen erschweren können. Auf der Basis von 40 Gedichten haben Wissenschaftler des MPI für empirische Ästhetik als erste die emotionalen Wirkungen untersucht. Das Resultat: die parallelistischen Merkmale intensivieren alle untersuchten Ziel-Emotionen von 40 Gedichten (Freude, Traurigkeit, emotionales Bewegtsein usw.). Sie sind insofern generelle Emotionsverstärker.

Originalpublikation:

Menninghaus, W., Wagner, V., Wassiliwizky, E., Jacobsen, T., & Knoop, C. A. (advanced online publication).The emotional and aesthetic powers of parallelistic diction. Poetics. doi: 10.1016/j.poetic.2016.12.001

Kontakt:

Prof. Dr. Winfried Menninghaus
Direktor der Abteilung Sprache und Literatur
Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik, Frankfurt am Main
+49 69 8300479-101 

Dr. Anna Husemann
Forschungskoordination/PR
Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik, Frankfurt am Main
+49 69 8300479-650 anna.husemann@ae.mpg.de

 


 

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